Freiwillige Feuerwehr Lauterbrunn e.V.

Patenbitten bei der FF Heretsried am 06.11.2010

Patenbitten der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbrunn


Am Samstag, den 06.11.2010 um 19.00 Uhr trafen sich die Aktiven und Festdamen am Feuerwehrgerätehaus um gemeinsam nach Heretsried zuziehen. Dort angekommen warteten schon die zukünftigen Paten auf die Bittsteller. Den Auftakt machten die Festdamen Sabrina Keim und Marina Wieland indem sie ihre Bitte in Reimform aufsagten.

Wir sind heut zu Euch herauf nach Heretsried in höchster Not.

Doch sagen wir zuerst einmal herzlich „Grüß Gott"!

Schon lange Zeit wissen wir´s, erst heut´ haben wir den Mut

Euch zu sagen, wo uns der Schuh drücken tut.

Ihr wisst es schon lange, ihr Jungen, ihr Alten,

wir wollen im nächsten Jahr unser Gründungsfest halten.

Dazu braucht man natürlich, wie könnt´ es anders sein,

schon seit jeher einen Patenverein.

Ihr habt das bei uns schon vor 25 Jahren gemacht,

darum haben wir uns diesmal wieder gedacht,

wer das schon einmal recht gut hat bestritten,

den möchten wir auch diesmal wieder drum bitten.

Wir möchten uns um Euch fest bemüh´n –

Und notfalls sogar scheitlknie´n

Drum bitten wir die Heretsrieder Feuerwehr,

macht uns den Paten, das würde uns freuen sehr.

Ihr könnt auch eure Festdamen mitbringen,

da wird unser Fest noch viel besser gelingen.

Kommt alle recht zahlreich nächstes Jahr im Juni.

Das wird eine Riesengaudi sei.

Drum wieder die Bitte, macht´ uns die Freude.

Wir sagen Dankeschön dafür schon heute.


Anschließend gaben die Kommandanten Robert Kraffczyk und Stefan Gleich sowie der Gruppenführer Matthias Nowak in einem Gedicht ihr Anliegen preis. In Reimform erinnerten sie an das vergangene 100jährige Gründungsfest wo ebenfalls die Heretsrieder-Wehr als Patenverein dabei war und gemeinsam ein unvergessliches Fest feierte.


 

125 Jahre ist es her,

seit in Lauterbrunn die Feuerwehr

zusammenkam und sich formierte,

was zur Gründung damals führte.

Wir nun als Nachkommen

Haben dieses Erbe übernommen,

dem Leitspruch alter Zeit getreu,

die Jahre hindurch und stets auf´s neu

Gott zur Ehr

und seit jeher dem Nächsten zur Wehr.

Die Jahre vergingen, sie zogen ins Land

und unsere Wehr hat noch immer Bestand.

So wollen wir in Dankbarkeit

Für die vergangene lange Zeit

das Jubiläumsjahr gestalten,

dazu ein frohes Fest abhalten.

Vier Tage lang im Juni,

Heretsrieder Feuerwehr, seid´s auch dabei?

Deshalb liebe Kameraden

seid ihr herzlich eingeladen.

Mit der Bitte obendrein,

Paten bei dem Fest zu sein.

So sind wir vor euch angetreten

und hätten gern darum gebeten.

Schon bereits in früherer Zeit

Ward ihr für uns zur Patenschaft bereit.

Drum auf ein Neues, Kameraden,

steht uns wieder zur Seit´ – als Paten.

Um unserer Bitte Ausdruck zu verleih´n

kommen wir heute nicht allein.

So dürfen wir euch präsentieren

Festdamen, die das Fest verzieren.

Und schließlich noch – drauf ist Verlass

Bier- ein ganzes Fass.

Hergestellt nach altem Brauch,

wohl bekomm´s Euch – und uns auch.


Ihr Sprecher 1. Vorstand Markus Stegmiller stellte die Übernahme der Patenschaft in Aussicht und forderte die Bittsteller auf, ihr Anliegen mit der Erfüllung einiger Aufgabe zu untermauern.


Als erstes mussten die zwei Kommandanten Robert Kraffczyk und Stefan Gleich zwei Golfbälle durch einen 20 m langen B-Schlauch befördern. Dass dieses nicht so einfach verlief, mussten noch einige Schikanen überwunden werden.

 
Festdame Natascha Ströher begleitete diese Aufgabe auf einem Schaukelpferd, zur Erinnerung an die Anfangszeiten der Wehr, in der man noch mit Pferdegespanne unterwegs war.
 





 
Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer wurde diese Aufgabe auch gemeistert. Für das zweite Spiel mussten zusätzlich die Festdamen Sarah Ludwig und Brigitte Wiedmann herhalten. Diese unterstützen die Gruppenführer Daniel Appelt und Matthias Nowak in dem sie einen Verteiler mit 2 angeschlossenen C-Strahlrohre und am Abgang ein D-Schlauch montiert war, hochhielten. Am anderen Ende des Schlauches war ein Einweg-Handschuh festgemacht. Diesen, mussten die Gruppenführer bis zum Platzen aufblasen.
 







Auch dieses wurde mit Bravur vollbracht. Zum Abschluss knieten sich die Bittsteller hin und baten die Patenschaft zu übernehmen, da ja die Aufgaben zur Zufriedenheit aller, erfüllt wurden.
 


 

Für die Brotzeit danken wir euch sehr

und das die gesamte Feuerwehr.

Drum bitten wir die Feuerwehrnachbarschaft:

„Übernehmt´s doch bitte die Patenschaft"

Zerknirscht knien wir im Staub

Und fragen Euch mit Verlaub:

Oh erhöret unser Bitten,

wir haben schon genug gelitten.

Denn unsere Knie, oh Weh, oh Graus,

die haltn´s nemmer länger aus.

Gar herzlich bitten wir,

so bringt uns wenigstens ein Bier

und lasst uns aufsteh´n, es zu kosten

um auf die Patenschaft zu prosten.

Kommt als Paten und seid uns´re Gäste

Bei unserem Jubiläumsfeste


Markus Stegmiller fragte nun seine Mitglieder ob sie der Bitte nachkommen sollten. Alle Anwesenden gaben ihr Einverständnis die Patenschaft zu übernehmen. Darauf wurde natürlich mit Freibier angestoßen. Auch für den Gaumenschmaus war gesorgt. Schirmherr 1. Bürgermeister Josef Carteau, der einen nicht aufschiebbaren Termin wahrnahm, stieß noch zu den Feierlichkeiten hinzu. So wurden fast bis in den Morgenstunden über die anstehenden Festtage, der beiden Wehren und sonst noch wichtige Themen gesprochen.